Als Elternteil liegt Ihnen die Sicherheit Ihres Kindes immer am Herzen, besonders im Auto. Wussten Sie aber, dass die richtige Ausrichtung des Kindersitzes im Falle eines Unfalls einen enormen Unterschied für die Sicherheit Ihres Kindes ausmachen kann? Wir erklären Ihnen, warum die rückwärtsgerichtete Montage so wichtig ist und warum Experten sie empfehlen.
Die klare Empfehlung der Experten
Sowohl der dänische Verkehrssicherheitsrat als auch der dänische Rat für sicheren Verkehr sind sich einig: Kinder sollten so lange wie möglich rückwärtsgerichtet im Auto mitfahren. Doch warum ist diese Empfehlung so wichtig?
Die Physik hinter der Sicherheit
Bei einem Frontalzusammenstoß wirkt auf den Körper extreme Kräfte ein. Für ein Kind, dessen Kopf im Verhältnis zum Körper relativ groß ist und dessen Hals noch nicht vollständig entwickelt ist, können diese Kräfte besonders gefährlich sein.
Wenn ein Kind rückwärtsgerichtet sitzt, verteilen sich die Aufprallkräfte gleichmäßig auf einen größeren Körperbereich – vor allem auf Rücken, Kopf und Nacken. Dadurch wird die Belastung der empfindlichsten Bereiche deutlich reduziert.
Warum besteht man auf dem rückwärtsgerichteten Fahren?
Als Elternteil sind Sie vielleicht versucht, den Kindersitz Ihres Kindes nach vorne zu drehen. Vielleicht denken Sie, dass der rückwärtsgerichtete Sitz zu viel Platz einnimmt, oder Sie möchten während der Fahrt besseren Blickkontakt zu Ihrem Kind haben. Manche Eltern sorgen sich auch um das Risiko von Reiseübelkeit. Doch sehen wir uns genauer an, warum Experten auf rückwärtsgerichtetes Fahren bestehen:
- Schutz empfindlicher Körperteile: In den ersten Lebensjahren ist das Skelett Ihres Babys noch im Aufbau und daher besonders verletzlich. Gleichzeitig ist der Kopf des Babys im Verhältnis zum restlichen Körper relativ groß. Die rückwärtsgerichtete Position trägt dieser Verletzlichkeit Rechnung.
- Kompensation unreifer Reflexe: Kleinkinder verfügen noch nicht über vollständig entwickelte Reflexe und Reaktionsfähigkeit. Ein rückwärtsgerichteter Kindersitz gleicht dies aus, indem er bei plötzlichen Bewegungen oder Zusammenstößen optimalen Schutz bietet.
- Kräfteverteilung: Bei einem Unfall verteilt ein rückwärtsgerichteter Kindersitz die Aufprallkräfte auf einen größeren Teil des Körpers des Kindes – vor allem auf Rücken, Nacken und Kopf. Dadurch wird das Risiko schwerer Verletzungen deutlich verringert.
- Schutz vor Schleudertrauma: In Fahrtrichtung wird der Kopf des Kindes bei einem Aufprall heftig nach vorne geschleudert, was zu starken Belastungen von Nacken und Kopf führen kann. Die rückwärtsgerichtete Position minimiert dieses Risiko.
Vergleich mit der nach vorne gerichteten Position
Im Gegensatz dazu wird der Kopf eines Kindes, das nach vorne blickt, mit enormer Wucht nach vorne geschleudert. Dies kann zu schweren Verletzungen an Nacken und Wirbelsäule führen, da die Muskeln und Knochen des Kindes diesen Kräften nicht standhalten können.
Wie lange sollte mein Kind rückwärtsgerichtet mitfahren?
Viele Eltern sind unsicher, wie lange ihr Kind rückwärtsgerichtet fahren sollte. Die Antwort ist einfach: So lange wie möglich! Moderne Kindersitze erlauben es Kindern in der Regel, bis zum Alter von 4–5 Jahren rückwärtsgerichtet zu fahren. Mit Axkids-Kindersitzen ist es jedoch möglich, Kinder bis zu ca. 7 Jahren rückwärtsgerichtet zu transportieren, da einige Modelle für Kinder bis zu einer Körpergröße von 125 cm zugelassen sind. Dies gewährleistet eine deutlich längere Phase optimaler Sicherheit.
Aber was ist mit den Beinen?
Eine häufige Sorge ist, dass das Kind mit zunehmendem Wachstum nicht genügend Platz für seine Beine haben wird. Tatsächlich ist dies selten ein Problem. Kinder sind gelenkig und finden oft auch mit angewinkelten Beinen bequeme Positionen. Es ist jedoch zu beachten, dass es für das Kind bequemer sein kann, wenn die Beine gestützt werden, anstatt einfach frei baumeln zu lassen.
Hier punktet Axkid. Ihre Autositze sind ausschließlich auf Komfort beim rückwärtsgerichteten Fahren ausgelegt und bieten in verschiedenen Modellen bis zu 30 cm Beinfreiheit. So können auch größere Kinder länger bequem sitzen, was das Ziel unterstützt, Kinder so lange wie möglich rückwärtsgerichtet zu transportieren.
Bedenken Sie, dass selbst ein leichtes Anwinkeln der Beine deutlich besser ist als das Risiko schwerer Verletzungen bei vorwärtsgerichteter Fahrt. Mit den richtigen Kindersitzen, wie beispielsweise denen von Axkid, müssen Komfort und Sicherheit kein Kompromiss sein.
Die dänische Realität im Vergleich zur schwedischen Sicherheitskultur
Leider beobachten wir in Dänemark den Trend, Kinder bereits nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Alter von 15 Monaten (nach i-Size-Standard) in Fahrtrichtung zu transportieren. Die genauen Gründe für diese Praxis sind schwer zu benennen, doch scheint ein kultureller Aspekt eine Rolle zu spielen – eine „Das machen wir eben so“-Mentalität, oft weil Eltern es nicht besser wissen.
Der Kontrast zu unseren Nachbarn in Schweden ist frappierend. Hier sitzen 83 % der Kinder bis zu vier Jahren rückwärtsgerichtet im Auto. In Schweden erntet man fast schiefe Blicke, wenn ein kleines Kind vorwärtsgerichtet sitzt. Die Schweden sind in Sachen Kindersicherheit im Auto weit voraus, und ihr Ansatz könnte in Dänemark durchaus übernommen werden.
Praktische Herausforderungen bewältigen
Obwohl die Vorteile des rückwärtsgerichteten Fahrens klar auf der Hand liegen, können sich praktische Herausforderungen ergeben:
- Platzmangel: Manche rückwärtsgerichtete Kindersitze wirken groß. Glücklicherweise gibt es Modelle, die speziell für kleinere Autos entwickelt wurden. Es lohnt sich, verschiedene Optionen zu recherchieren, um die beste Lösung für Ihr Auto zu finden.
- Blickkontakt: Ein hochwertiger Rückspiegel kann das Problem des fehlenden Blickkontakts lösen und Ihnen beim Fahren ein beruhigendes Gefühl geben.
- Reisekrankheit: Es gibt keine Hinweise darauf, dass rückwärtsgerichtetes Fahren das Risiko von Reiseübelkeit erhöht. Tatsächlich hängt die Anfälligkeit für Reiseübelkeit eher von der individuellen Veranlagung als von der Fahrtrichtung ab. Gute Belüftung und regelmäßige Pausen können helfen, wenn Ihr Kind zu Reiseübelkeit neigt.
Praktische Tipps für das rückwärtsgerichtete Fahren
Hier sind einige effektive Lösungen, um das rückwärtsgerichtete Fahren zu einem positiven Erlebnis zu machen:
- Einen Rückspiegel montieren: Ein hochwertiger Spiegel ermöglicht es Ihnen, Ihr Kind im Auge zu behalten, ohne sich umdrehen zu müssen.
- Verwenden Sie einen Organizer: Ein Organizer, der an der Rückbank befestigt wird, ermöglicht Ihrem Kind einen einfachen Zugriff auf Spielzeug, Bücher und andere Unterhaltungsartikel.
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Altersgerechte Unterhaltungsideen:
- 0-2 Jahre: Weiche Autobücher, Rasseln oder ein sicherer Spiegel, in dem sie sich selbst sehen können.
- 2-4 Jahre: Magnetisches Zeichenbrett, Malbücher mit Wasserfarben (weniger klebrig) oder stumme Fingerpuppen.
- 4-7 Jahre: Hörbücher, einfache, für unterwegs geeignete Puzzles oder ein kindgerechter Musikplayer mit Kopfhörern.
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Auf längeren Reisen:
- Planen Sie regelmäßige Pausen alle 1-2 Stunden ein.
- Packen Sie gesunde Snacks und Getränke in kinderfreundliche Behälter.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Kind eine angenehme Temperatur hat und angemessen gekleidet ist.
Abschluss
Die Wahl eines rückwärtsgerichteten Kindersitzes und dessen Beibehaltung in dieser Position, solange dies möglich ist, erfordert möglicherweise eine kleine Anpassung Ihrer Gewohnheiten und Erwartungen. Doch wenn es um die Sicherheit Ihres Kindes geht, sind diese kleinen Anpassungen ein geringer Preis. Im Falle eines Unfalls kann diese Entscheidung einen enormen Unterschied machen.
Denken Sie daran: Jede Minute, die Ihr Kind rückwärtsgerichtet fährt, ist eine Minute bestmöglichen Schutzes. Es ist ein Geschenk der Sicherheit, das Sie Ihrem Kind jedes Mal machen, wenn Sie ins Auto steigen.
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Falls Sie weitere Tipps oder Erfahrungen zum rückwärtsgerichteten Fahren haben, teilen Sie diese bitte in den Kommentaren unten mit!

